Bienen im Weltall


Vor einiger Zeit habe ich Audioaufnahmen im Inneren eines Bienenstockes gemacht und zwar indem ich ein hochwertiges Stereomikrofon mitten in den Stock eingebracht und dann über Minidisk das Signal digital mitgeschnitten habe.

Aus diesen Aufnahmen, die sich im Original etwa so wie der Soundtrack eines gigantischen Formel 1 Rennens anhören, habe ich im Lauf der Zeit mehrere Ambient Stücke produziert. Für die Umsetzung der Protokolle war eine enorme proportionale Verdünnung der Signaldichte interessant. Danach habe ich nach Frequenzen auf sehr viele verschiedene Kanäle gesplittet. Im Endeffekt kann man das sehen wie eine Projektion des Bienen-Mikrokosmos in die Weite des Weltalls. Diesen Eindruck habe ich durch Selektion, Instrumentierung und Arrangement herausgearbeitet. Tatsächlich ist aber jeder einzelne Ton, der im Stück zu hören ist, durch eine oder mehrere Bienen ausgelöst. Der Track enthält einen hohen Anteil von unhörbaren aber fühlbaren Untertonfrequenzen. Was als windartiges Geräusch zu hören ist, sind eingearbeitete Original Samples der Bienenstockaufnahme.

M44 Beehive Cluster

Raw42 Review: Quiet, peaceful combination of subtle, ghostly synth effects and wind-chimes with an eerie undercurrent of expectation.

Das Stück heisst "M44 Beehive Cluster", M44 ist treffenderweise der Name eines bekannten offenen Sternclusters, der teilweise mit blossem Auge erkennbar ist. Bei der Beobachtung mit Fernrohr werden hunderte von Sternen sichtbar (-> NASA, The Laboratory for High Energy Astrophysics). Dank an Scheuerecker apicultura für den Gesang seiner "Mädels"!

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